Diese Informationen sind gültig ab Jahrgang 2012 (Beginn Sommersemester 2012)
Der Studiengang besteht aus zwei Pflichtbereichen und dem Wahlpflichtbereich sowie der Masterphase:
Vorleistungen und Zusatzbezeichnungen werden angerechnet.
Pflichtbereich
Den Pflichtbereich Biologische Medizin bilden drei Module, die einen Überblick über die verschiedenen Methoden der Komplementärmedizin geben und in die Verfahren und Geschichte der europäischen Naturheilkunde sowie in Richtungen der traditionellen Medizin verschiedener Kulturen einführen. Im Mittelpunkt stehen unterschiedliche Denkansätze, Konzepte ergänzender Diagnostik und Untersuchungen sowie Grundlagen der besonderen Therapierichtungen. In den Präsenzphasen werden die im Seminar vorgestellten Methoden praktisch angewendet.
Den Pflichtbereich Kulturwissenschaft bilden drei Module mit den Schwerpunkten „Sprache -Kultur - Kommunikation“. Sie geben einen Überblick über Konzepte und Methoden salutogenetischer, psychosomatischer und narrativer Medizin, die im Kontext der Medizinsemiotik und Medizinsoziologie sowie der Kommunikationspsychologie und Gesprächslinguistik entstanden sind. Im Mittelpunkt stehen die vertiefte Entwicklung von Kompetenzen in den Bereichen Beratung, Gesprächsführung, therapeutisches Schreiben, körperliche Interaktion und Entspannungsverfahren (in therapeutischen Settings). Außerdem ist ein methodisches Modul „evidence based medicine“ verpflichtend.
Wahlplichtbereiche
Neben den Pflichtbereichen absolvieren die Studierenden mindestens drei Module, die aus allen Bereichen frei wählbar und kombinierbar sind. Pro Modul werden fünf ECTS vergeben. Es müssen 15 ECTS erlangt werden.
Gesundheitswissenschaftliche Forschung: Qualitative und quantitative Methoden komplementärmedizinischer Forschung. (3 Module)
Medizinethnologie: Mit besonderer Fokussierung der Konzepte (von Krankheit und Gesundheit) anderer Kulturen, für die aber eine „kulturelle Übersetzungsleistung“ zu bewerkstelligen ist. (3 Module)
Ethik – Recht – Wirtschaft: Vertieftes Wissen über ethische und rechtliche Aspekte der Komplementärmedizin und innovative Konzepte der Qualitätssicherung und des Qualitätsmanagements im Gesundheitswesen ein. (3 Module)
Primärprävention: Dieser Studienbereich beinhaltet die wichtigsten Themenfelder der Krankheitsprävention und Gesundheitsförderung, die für die Primärprävention sowie therapiebegleitend in der Sekundär- bzw. Tertiärprävention von großer Bedeutung sind. Der Fokus des Kurses liegt in der interdisziplinären Analyse und integrativen Anwendung verschiedener Maßnahmen aus dem Kontext verschiedener Fachgebiete, um synergetisch zu effektiveren Präventionsmaßnahmen zu gelangen (3 Module).
Focusing: Die auf Achtsamkeit basierende Methode des Focusing des Philosophen Gene Gendlin bietet einen systematischen Weg des inneren Zuhörens, um körperliche Symptome – auch rein somatische - in Sprache zu übersetzen. Somit ist sie ein äußerst wirksames Mittel für die medizinische Diagnostik und Therapie. Durch die Grundhaltung des Zuhörens, Sein-Lassens und Akzeptierens findet der Körper selbst zu einem Gleichgewicht höherer Ordnung. Dadurch werden Symptome entweder deutlich gelindert oder sogar geheilt. Mit Hilfe von Focusing können Patienten angeleitet werden, ihr inneres Körperwissen zur eigenen Gesundheit selbst zu erfahren und umzusetzen (1 Modul).
Krankheit als ordnendes Prinzip: Mithilfe systemischer Techniken werden rasch und präzise Verbindungen zwischen familiengeschichtlichen Ereignissen des Patienten und seiner jeweiligen Beschwerdesymptomatik sichtbar. Das verfeinert die ganzheitliche Anamnese und zeigt Ressourcen auf, die sowohl beim Betreffenden selbst als auch in den ihn umgebenden Systemen Heilungsprozesse in Gang setzen können. Dieser Bereich dient vor allem dem Verfeinern der Wahrnehmungsfähigkeiten des Therapeuten. (3 Module)
Homöopathie: Im Mittelpunkt stehen die homöopathische Anamnese, die Hierarchisierung der Symptome und das Aufsuchen der wahlanzeigenden Symptome im Repertorium sowie die Mittelwahl unter differentialtherapeutischer Diskussion der homöopathischen Arzneimittel. (4 Module)
Naturheilverfahren: Vertieftes Studium der klassischen Naturheilverfahren unter besonderer Berücksichtigung des zeitgemäßen Einsatzes. Ein Schwerpunkt liegt auf präventiven Ansätzen und salutogenetischen Prinzipien. (4 Module)
Biologische Schmerzmedizin: Im Mittelpunkt stehen innovative Ansätze der Schmerzforschung und vertieftes Wissen über den integrativen Einsatz verschiedener Methoden zur wirkungsvollen Ergänzung konventioneller Schmerztherapie. (2 Module)
Traditionelle abendländische Medizin: In diesem Bereich werden die Traditionen der abendländischen Medizin von ihren Ursprüngen im alten Ägypten bis zu den moderneren Naturheilverfahren des letzten Jahrhunderts kritisch betrachtet und die Möglichkeiten einer zeitgemäßen Anwendung zum Nutzen der Patienten vermittelt. (2 Module)
Homotoxikologie: Dieser Bereich vermittelt die Grundlagen und bewährten Indikationen der Homotoxikologie als ein Beispiel für Komplexmittelhomöopathie mit ganzheitlichem Therapieansatz. (2 Module)
Weitere Wahlpflichtbereiche sind in Vorbereitung (so z.B. Ayurveda Medizin).
Bei den Bereichen Homöopathie und Naturheilverfahren besteht die Möglichkeit zum Erwerb einer Zusatzbezeichnung. Die notwendigen Supervisionen können ebenfalls absolviert werden (je 2 ECTS)
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Nähere Auskünfte erhalten Sie bei der Studiengangsleitung:
intrag@europa-uni.de
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